Carla May Wilks

Anas Mom

Die Frau, die am Strand einen „lächerlich riesigen Sonnenhut und eine Jackie-O.-Sonnenbrille“ trägt (Bd. 1, S. 461), ist Anas Mom. Carla May Wilks hat „leuchtend blaue Augen“ und eine „samtige Singsangstimme“ (Bd. 1, S. 462, 465). Sie ist mit 42 Jahren recht jugendlich und freut sich, als Ana während des Einkaufs im Supermarkt der Anruf erreicht, dass sie den Job im Verlag bekommt. “Sie klatscht in die Hände und hüpft vor Freude auf und ab. Wie alt ist sie? Zweiundvierzig oder zwölf?“ (Bd. 1, S. 541).

Zerstreut und chaotisch mit immer neuen Geschäftsideen

“Mom versucht sich ständig an neuen Geschäftsideen. Im Grunde langweilt sie sich und ist stets auf der Suche nach etwas, mit dem sie sich die Zeit vertreiben kann, aber leider besitzt sie die Konzentrationsfähigkeit eines Goldfischs“ (Bd. 1, S. 29). Am Telefon erzählt Carla von ihrem neuen Projekt, dem Kerzenziehen. Ana macht sich Sorgen um ihre Mutter, dass sie sich finanziell ruinieren und ihr Haus verlieren könnte. Sie beschreibt ihre Mom als „zerstreut und chaotisch“, aber einfühlsam. „ (…) ihre Liebe für mich ist bedingungslos – genau das, was jedes Kind von seinen Eltern verdient“ (Bd. 1, S. 549).

Telefongespräche zwischen Mutter und Tochter

Ana sieht ihre Mutter selten, sie telefonieren regelmäßig. Intuitiv spürt die Mutter, wenn bei ihrer Tochter etwas nicht stimmt. „Ana, du klingst, als hättest du etwas auf dem Herzen – geht es dir gut, mein Schatz?“ (Bd. 1, S. 231). Ihre liebevollen Worte sind „Balsam“ für Anas „Seele“ (Bd. 1, S. 232).

„Hast Du jemanden kennen gelernt?“

Carla macht sich Sorgen, dass Ana keinen Freund hat. Immer fragt sie: „Hast Du jemanden kennen gelernt?“ (Bd. 1, S. 231). Ana gesteht, dass sie einen Mann kennen gelernt hat, dass sie aber nicht glücklich ist. Sie sucht Trost bei ihrer Mom (Bd. 1. S. 318, 319). Zur Studienabschlussfeier kann Carla nicht kommen, da sie sich um ihren Mann Bob kümmern muss, der sich verletzt hat (Bd. 1, S. 231).

Zum vierten Mal verheiratet

Männer spielen in Carlas Leben eine große Rolle. Sie hat es von Ehemann Nr. 1 bis zu Ehemann Nr. 4 gebracht. Ehemann Nummer eins war Anas Vater: Frank Lambert. Wenn Carla von ihm spricht, tritt ein „weicher, trauriger Ausdruck“ in ihre Augen. „In gewisser Weise glaube ich, dass Mom seither immer nach einem Mann wie ihm gesucht hat“ (Bd. 1, S. 463). Kurz nach Anas Geburt ist er „bei einem tragischen Unfall während eines Kampftrainings der Marines getötet worden“ (Bd. 1, S. 463). Sie waren gerade mal sechs Monate verheiratet.

Schon sechs Monate später heiratete Carla Ehemann Nummer zwei: Raymond Steele. Er übernahm bei Ana die Vaterrolle. Die Ehe hielt 16 Jahre. Bereits einen Monat nach der Scheidung heiratete Carla Stephen M. Morton und zog mit ihm nach Mansfield, Texas. Ana blieb bei Stiefvater Ray, weil sie sich nicht gut mit dem neuen Ehemann vertrug. Die Ehe hielt nur fünf Monate. Ana meint, dass Carla „gerade noch rechtzeitig die Reißleine gezogen“ hat. Carla erzählt nie von Ehemann Nummer drei. Offenbar handelt es sich um „einen eher düsteren Abschnitt ihres Lebens“. (Bd. 2, S. 77). Zwei Jahre später heiratete sie Robbin Adams, Ehemann Nummer vier.

Besuch bei Mutter Carla in Savannah

Ana besucht Carla einige Tage in Savannah (Georgia), wo sie mit Ehemann Bob lebt. „Ich drücke sie fest an mich (…) Sie fühlt sich wunderbar an.“ Ana bricht in Tränen aus, als ihre Mutter sie zur Begrüßung in den Arm nimmt (Bd. 1, S. 460). Bei ihr fühlt sie sich „wohl, sicher und behaglich“ (Bd. 1, S. 462). Carla fordert sie auf, von dem Mann zu erzählen, der sie „so von den Füßen reißt“ (Bd. 1, S. 462).

Ana stellt fest, dass sich ihre Mutter und Bob „prächtig“ verstehen und dass sie sich nicht länger Sorgen um ihre Mom machen muss. Die Zeiten mit Ehemann Nummer drei waren unerfreulich. Aber Bob ist „definitiv ein guter Mann“ (Bd. 1, S. 475).

Carla lernt Christian kennen

Als Christian Ana nach Georgia nachreist und unerwartet in der Bar auftaucht, stellt Ana Carla und Christian einander vor: „Christian, das ist meine Mutter Carla (…) Mrs. Adams, es freut mich sehr, Sie kennen zu lernen“ (Bd. 1, S. 484). Carla ist von Christians Erscheinung sogleich hin und weg: „Sie hat keine Chance. Ihre Kinnlade schlägt förmlich auf der Tischplatte auf (…) Oh, der spontane Komplettverlust meines Sprachvermögens ist also genetisch bedingt“ (Bd. 1, S. 485). Carla findet Christian „unglaublich“, hat aber den Eindruck, Ana und er müssten dringend miteinander reden und ermuntert ihre Tochter zu einer Aussprache. Sie entlockt Ana das Geständnis, dass sie Christian liebt, und ist sicher, dass auch Christian Ana liebt (Bd. 1, S. 492).

Moms Ratschläge

Carla rät Ana: „Hör auf Dein Bauchgefühl“ (Bd. 1, S. 492). “Eigentlich sind Männer gar nicht so kompliziert, Ana. In Wahrheit sind sie sehr schlicht strukturierte Geschöpfte, die meistens genau das meinen, was sie sagen. Wir bringen Stunden damit zu, jedes Wort zu analysieren, das aus ihrem Mund kommt, obwohl es gar nichts zu deuten gibt (…)“ (Bd. 1, S. 462). Da Carla zum vierten Mal verheiratet ist, denkt Ana: „(…) vielleicht kennt sie sich ja inzwischen mit Männern aus“ (Bd. 1, S. 463).

Carlas Kochkünste

Als Christian zum Abendessen erwartet wird, findet Ana ihre Mutter „völlig aufgelöst in der Küche“. „Schließlich hat sie nicht jeden Tag einen Multimillionär zum Abendessen im Haus, und diese Tatsache macht ihr schwer zu schaffen“ (Bd. 1, S. 536). In Küchenfragen herrscht bei Carla das Prinzip „Topp oder Flop“. „Vielleicht hat sie ja Fortschritte gemacht, seit sie mit Bob nach Savannah gezogen ist. Es gab Zeiten, in denen ich nicht einmal meinen schlimmsten Feind von ihr hätte bekochen lassen (…)“ (Bd. 1, S. 537). Carlas Aufregung ist jedoch umsonst, da Christian vorzeitig zurück nach Seattle muss.

Schmerzhafter Abschied

Zum Abschied rät Carla Ana: „Hör auf dein Herz, Schatz, und bitte, bitte versuch, nicht alles zu Tode zu analysieren. Sei locker und hab Spaß Du bist noch so jung, meine Süße. Dein ganzes Leben liegt noch vor dir. Wehr dich nicht dagegen, sondern lebe einfach. Du verdienst nur das Beste“ (Bd. 1, S. 548). Sie schenkt Ana „ein wunderbares mütterliches Lächeln voll bedingungsloser Liebe“, und wieder einmal kann Ana nur über die Tiefe ihrer Gefühle für sie staunen (Bd. 1, S. 548). Sobald Ana weg ist, muss auch Carla „bitterlich“ weinen. „Die Abschiede von meiner Mutter sind jedes Mal fürchterlich schmerzhaft“ (Bd. 1, S. 549).

Carla wird Schwiegermutter

Carla ist geschockt, dass Ana Christian so bald heiraten will. Sie fragt entsetzt, ob Ana schwanger sei – sie war selbst schwanger, als sie Anas Vater heiratete. Dann entschuldigt sie sich, findet aber, dass die schnelle Verlobung so unerwartet kommt. Sie hält Christian für eine „erstklassige Partie“, Ana sei jedoch noch so jung und sollte erst etwas von der Welt sehen (Bd. 2, S. 569).

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