Der Grund, warum Christian nie „Blümchensex“ hatte, heißt Elena. Mrs. Lincoln ist eine reife Frau mit einem „sehr eigenwilligen Geschmack“, die sich gerne jüngere Sexsklaven hält und BDSM zu ihrem Lebensstil erwählt hat. Sie ist eine Freundin von Christians Adoptivmutter. Hinter dem Rücken seiner Familie verführt sie den erst fünfzehn Jahre alten Christian und macht ihn zu ihrem Sexsklaven – sechs Jahre lang. Sie schlägt ihn und unterweist ihn in ihrem Lebensstil.

Die „elegante Platinblondine“ trägt immer schwarz und sieht „atemberaubend“ aus. Sie ist „hochgewachsen, braun gebrannt, attraktiv, Ende dreißig oder Anfang vierzig“. „Ihr Pagenkopf glänzt wie ein Heiligenschein“ (Bd. 2, S. 96). Ihre Augen strahlen blau. „Die Frau in Schwarz“ ist vermutlich der Grund, warum Christians sexuelle Orientierung BDSM geworden ist, und er mit seinen „Subs“ Verträge aushandelt. Sie kennt alle seine „Subs“, die er in ihren Schönheitssalon gebracht hat.

Als Christian von seiner „Entjungferung“ durch die ältere Frau erzählt, heißt diese für Ana von da an nur noch „Mrs. Robinson“ (in Anlehnung an den Film „Die Reifeprüfung“). Ihretwegen ist Christian am College nie mit einem Mädchen ausgegangen. „Sie war alles, was ich wollte und brauchte. Außerdem hätte sie mich windelweich geschlagen“ (Bd. 1, S. 174). Er hat keine Freunde, nur seine Familie und Elena. Ana beurteilt die Sache so, dass Christian von „Mrs. Pädophil Robinson“ als Minderjähriger sexuell missbraucht wurde.

Elena nicht mehr verheiratet. „Sie hat sich vor ungefähr fünf Jahren scheiden lassen“ (Bd. 2, S. 101). Ana malt sich aus, wie „Mrs. Robinson“ Christian alles, was er in seinem Spielzimmer mit seinen „Subs“ treibt, gelehrt hat. Sie war dem jungen Mann in vielen Dingen eine Lehrerin. Noch bevor sie Mrs. Lincoln kennenlernt, empfindet Ana für diese Wut, Hass und Eifersucht. Elena wird immer wieder zum Streitthema zwischen Ana und Christian.

Christian bestreitet, dass Elena ihn als Jungen missbraucht hat. Er hat es nicht so empfunden, sondern ist ihr sogar dankbar. „Sie hat mich auf den richtigen Weg gebracht. Und genau das habe ich damals gebraucht“ (Bd. 1, S. 488 – 489). Bevor er Ana trifft, ist Elena einer der wichtigsten Menschen in seinem Leben bzw. diejenige, die alles von ihm weiß und ihn anfassen darf. Sie hat ihm eine Möglichkeit gezeigt, „Dampf abzulassen“, als er fünfzehn war, keine Berührungen ertragen konnte und „seine Hormone“ ihn „plagten“ (Bd. 2, S. 195).

„Die ausgesprochen glamouröse Mrs. Robinson” trifft sich noch regelmäßig mit ihrem jungen Freund, sie haben aber keinen Sex mehr. Inzwischen ist sie nur noch eine „sehr gute Freundin“ und Geschäftspartnerin, seine einzige Vertraute, die von seinem Lebensstil als „Dom“ weiß. Ihr erzählt er alles, auch über Ana. “Eigentlich kennt mich niemand so gut, abgesehen vielleicht von Elena. Ich frage mich, was sie von der kleinen Miss Steele halten würde“ (Bd. 3, S. 651).

Als Christian sein Studium abbricht, leiht Elena ihm „als Starthilfe einhunderttausend Dollar“. Dafür greift er ihr später bei den Schönheitssalons „finanziell unter die Arme“. Sie hat aus den Salons „ein erfolgreiches Unternehmen“ gemacht, er ist ihr „stiller Partner“ (Bd. 2, S. 108). „Mrs. Robinson“ war „eine gelangweilte Vorzeigeehefrau.“ „Ihr Mann hat Kohle, ist ein großes Tier in der Holzbranche. Sie durfte nicht arbeiten. Er hat sie kontrolliert“ (Bd. 2, S. 108). Sie hat Christian das Geld ihres Mannes geliehen und diesem damit seine Kontrollsucht zurückgezahlt. Ihre Affäre mit Christian findet ein jähes Ende, als ihr Mann dahinter kommt.

Christians Gefühle für Elena „lassen sich nicht einmal annähernd mit dem vergleichen“, was er für Ana empfindet. „Vor langer Zeit dachte ich, dass ich sie liebe“ (Bd. 2, S. 297). „Sie hat mir eine Menge beigebracht. Unter anderem, an mich selbst zu glauben“ (Bd. 2, S. 298). Auf Anas ständige Fragen kontert Christian: „Wir hatten eine jahrelange Affäre, sie hat mir oft die Seele aus dem Leib geprügelt, und ich habe sie auf jede erdenkliche Art und Weise gefickt.“ „Und sie war immer Teil meines Lebens, meine Vertraute“ (Bd. 2, S. 296).

Elena versucht Kontakt mit Ana aufzunehmen und sich in die Beziehung mit Christian einzumischen. Erst tut sie freundlich, dann droht sie, dass Ana Christian nicht verletzen soll. “Ich will dich nicht verlieren, Christian.” „Deine Freundschaft bedeutet mir sehr viel … wenn du mich brauchst, werde ich da sein. Immer“ (Bd. 2, S. 294). „ Ich hätte nicht gedacht, dass du dich eines Tages ernsthaft verlieben würdest, Christian. Es ist sehr schön, das zu beobachten, aber ich würde es nicht ertragen, wenn sie dich verletzen würde“ (Bd. 2, S. 295).

Auf Christians Geburtstagsparty zeigt Elena ihr wahres Gesicht. Angesichts seiner Verlobung mit Ana kommt es zum Eklat: Sie reagiert „völlig verblüfft“ und „regelrecht fassungslos“ (Bd. 2, S. 583). Allein mit Ana zeigt sie sich “mit grimmiger Miene und wütend zusammengepressten Lippen.” „Ihr Blick ist vernichtend.“ „Ihre stechend blauen Augen bohren sich in mich hinein, und ich sehe den abgrundtiefen Abscheu darin.“ Sie begegnet Ana als Gegnerin. „Ich hätte nicht gedacht, dass Sie eine ebenbürtige Gegnerin für mich sein könnten, Anastasia, aber Sie verblüffen mich immer wieder.“ „Wenn Sie auch nur eine Sekunde lang glauben, Sie könnten ihn glücklich machen, sind Sie auf dem Holzweg, und zwar gewaltig.“ „Er hat Bedürfnisse. Bedürfnisse, die Sie wohl kaum befriedigen können“ (Bd. 2, S. 588 – 589). Sie bezeichnet Ana als „kleine graue Maus, die es nur auf Christians Geld abgesehen hat“ und sagt zu Christian: „Sie ist nicht die Richtige für dich.“ Elena hält sich selbst für die Richtige. „Ich bin das Beste, was dir je passiert ist“ (Bd. 2, S. 590 – 591).

Christians Adoptivmutter wird Zeuge der Auseinandersetzung und erfährt, dass ihre Freundin ihren Sohn verführt hat. Sie gibt Elena eine Ohrfeige und wirft sie aus ihrem Haus. Christian beendet seine Freundschaft und Geschäftsbeziehung mit Elena und schenkt ihr seinen Anteil an den Schönheitssalons (Bd. 2, S. 592 u. 597).

Elena tritt noch einmal in Erscheinung und löst eine Ehekrise aus, als Christian von Anas Schwangerschaft erfährt, fortläuft und sich betrinkt. Sie treffen sich zufällig, und er erzählt Elena alles – Anna erfährt davon, als sie Elenas SMS an Christian liest. Bei der Gelegenheit versucht Elena, Christian noch einmal zu verführen. Er weist sie jedoch ab und wird sie nie wieder sehen. (Bd. 3, S. 480, 494).

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