Anas Stiefvater

Der Mann im „schlecht sitzenden Anzug“ (Bd. 1, S. 263), der Ana zur Studienabschlussfeier begleitet und sie liebevoll „Annie“ nennt, ist ihr Stiefvater Raymond Steele. „Seine braunen Augen sind voller Wärme“, wenn er sie anlächelt (Bd. 1, S. 280) und ein „Kranz feiner Fältchen“ erscheint um seine Augen (Bd. 1, S. 263). Ray ist stolz, dass seine Stieftochter ihren Studienabschluss geschafft hat. Er lebt in Montesano und ist Ehemann Nummer zwei von Mutter Carla. Ana trägt den Nachnamen ihres Stiefvaters.

Anas Dad

Ray ist der einzige Vater, den Ana kennt. Für sie ist der Stiefvater ihr Dad. „Bei seinem Anblick überkommt mich ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit und Liebe für diesen angenehmen, unkomplizierten Mann“ (Bd. 1, S. 263). „Wie ich diesen Mann liebe!“ (Bd. 1, S. 264). Ray ist beständiger und zuverlässiger als Carla. Im Gegensatz zu ihr kommt er selbstverständlich zu Anas Abschlussfeier.

Telefongespräche zwischen Stiefvater und Tochter

Auch ihren Stiefvater ruft Ana regelmäßig an. Die Gespräche dauern nicht lange, da Ray „grundsätzlich maulfaul“ ist. „Letztlich handelt es sich weniger um ein Gespräch als um eine Reihe von Grunzern seinerseits auf vorsichtige Fragen meinerseits“ (Bd. 1, S. 29).

Ein schweigsamer Mann, der Fliegenfischen mag

Ray ist schweigsam. „Er schaut gern Fußball im Fernsehen, geht Kegeln oder Fliegenfischen und schreinert Möbel, worin er sehr geschickt ist. Von ihm wusste ich schon vor Clayton`s, was ein Fuchsschwanz ist“ (Bd. 1, S. 29). Ray ist Tischler und war in der Armee (Bd. 1, S. 55). „Witchcraft“ von Frank Sinatra ist einer seiner Lieblingssongs (Bd. 1, S. 398).

Der Exmann von Carla

Sechs Monate nach dem Tod ihres ersten Ehemanns heiratete Carla Raymond Steele. Er übernahm bei Ana die Vaterrolle. Die Ehe hielt 16 Jahre. Ray und Carla verstehen sich immer noch gut. Auf Anas Hochzeit tanzen und lachen sie miteinander (Bd. 3, S. 16). Carla schwärmt, Ray habe auf ihre Tochter aufgepasst und ihr beim Erwachsenwerden geholfen (Bd. 3, S. 20). Im Gegensatz zu Carla lässt sich Ray nicht von seinen Gefühlen überwältigen, „nicht einmal, wenn die Mariners ein Spiel verlieren“ (Bd. 2, S. 509).

Ana blieb bei Ray, als ihre Mutter Ehemann Nummer drei heiratete (Bd. 1, S. 55). „Im unsteten Liebesleben meiner Mutter ist er meine einzige Konstante. Obwohl er „nur“ mein Stiefvater ist, haben wir eine sehr enge Bindung zueinander, und er hat mich immer wie seine leibliche Tochter behandelt (…) Seine Stärke und Gelassenheit sind genau das, was ich jetzt brauche“ (Bd. 1, S. 236). Umgekehrt kümmerte sich Ana um Ray nach der Trennung von ihrer Mutter. „Und Ray, naja, der hätte sich von Toast und Fastfood ernährt, wenn ich nicht da gewesen wäre“ (Bd. 2, S. 77).

Der Teetrinker

„Für Ray ist Tee das Allheilmittel in sämtlichen Lebenslagen. Ich weiß noch, wie meine Mutter sich immer über ihn beschwert hat – vielleicht wäre es zwischen den beiden besser gelaufen, wenn Ray einen Tee weniger gekocht und sie stattdessen einmal mehr in den Arm genommen hätte …“ (Bd. 1, S. 279). Einen Tee anzubieten, ist „Rays Standardreaktion auf jede Form der emotionalen Belastung“ (Bd. 2, S. 330).

Ray lernt Christian kennen

Kate stellt dem ahnungslosen Ray auf der Abschlussfeier Christian als Anas Freund vor. Er schüttelt Christian die Hand, ohne sich anmerken zu lassen, wie sehr ihn diese Neuigkeit überrumpelt (Bd. 1, S. 274). Ray ärgert sich, dass Ana ihm so einiges nicht erzählt zu haben scheint. Christian gewinnt seine Sympathie, indem er ihn in ein Gespräch über das Fliegenfischen verwickelt (Bd. 1, S. 275). Ray reagiert mit seinem aufrichtigen „Ray-Lächeln, wie man es nur selten zu sehen bekommt“. Er hat von Christian einen guten Eindruck. „(…) mir ist jeder Mann willkommen, der etwas fürs Fliegenfischen übrighat“ (Bd. 1, S. 279).

Der Exsoldat

Ray war beim Militär und hat seiner Stieftochter das Schießen beigebracht (Bd. 2, S. 191). Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Armee und kann bestens mit Waffen umgehen (Bd. 2, S. 331). Dank Stiefvater Ray gelingt es Ana, sich Hyde vom Hals zu halten. „(…) während ich nur auf den richtigen Moment warte, um zuzuschlagen. Ray wäre stolz auf mich. Er hat mir gezeigt, wie ich mich zur Wehr setzen kann. Immerhin kennt er sich mit solchen Dingen aus. Wenn Jack mich anrührt (…) werde ich ihn umnieten (…) In diesem Moment packe ich seinen kleinen Finger und biege ihn mit einem Ruck nach hinten“ (Bd. 2, S. 403). Christian hebt später sein Glas auf Ray: „Auf Exsoldaten, die ihren Töchtern alles beibringen, was im Leben wirklich wichtig ist“ (Bd. 2, S. 411).

Bangen um Ray

Ray wird nach einem schweren Autounfall mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Bei einem Angelausflug mit José und dessen Vater wurde ihr Auto von einem betrunkenen Autofahrer gerammt (Bd. 3, S. 389). Ray hat „schwere innere Verletzungen“ (Bd. 3, S. 400) und erleidet während der OP einen Herzinfarkt. Er wird ins künstliche Koma versetzt und liegt auf der Intensivstation. In diesem Moment fühlt Ana, wie sehr sie ihn liebt. „Dieser Mann war die große Konstante in meinem Leben, mein Fels in der Brandung (…) Ich mag zwar nicht sein Fleisch und Blut sein, trotzdem ist er mein Vater, und ich liebe ihn von ganzem Herzen“ (Bd. 3, S. 405).

Ray wird Schwiegervater

Christian bittet Ray am Telefon um die Hand seiner Tochter. Ray will erst mit Ana sprechen und findet, dass Christian „ein netter Kerl“ ist, der „eine Menge übers Fliegenfischen“ weiß, aber dass Ana ihn noch nicht besonders lange kennt (Bd. 2, S. 564). „Annie, ich weiß ja, dass er stinkreich und bestimmt ein guter Fang ist, aber gleich heiraten? Das ist eine gewaltige Entscheidung. Bist du dir ganz sicher?“ (Bd. 2, S. 565). Er hofft, dass Ana weiß, was sie tut und gibt Christian widerstrebend seinen Segen (Bd. 2, S. 566). Die Aussicht, Anna als Brautvater zum Altar zu führen, rührt ihn sehr: „Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen“ (Bd. 2, S. 565). Auf der Hochzeit bezeichnet Ray Ana als „höllisch schöne Braut“, die „eine höllisch gute Ehefrau“ werden wird. Er reicht seinem Schwiegersohn die Hand und sagt: „Pass gut auf mein Mädchen auf“ (Bd. 3, S. 20).