Wenn alles anders wäre: Das mögliche andere Ende auf der DVD

Der Aufschrei war groß. Wie? Das war es jetzt? Die Tür des Fahrstuhls schloss sich. Ein letztes Wort. Ein letzter Blick. Und danach begann der Abspann. Wer das Buch nicht kannte, mag von diesem Ende im Film sehr überrascht gewesen sein. Denn es wirkte für den Laien abrupt. Unzufrieden. Offen. Aber eben das macht das Ende eines Teils einer Trilogie aus. Es muss neugierig machen. Es soll den Zuschauer schließlich auch zu Teil zwei in den Kinosessel locken.

Doch es gibt ein Trostpflaster. In diesen Tagen ist es die angekündigte DVD zu „50 Shades of Grey“. Sie soll am 18. Juni in den Handel kommen – inklusive eines alternativen Endes. Aber wie könnte das in diesem Fall aussehen?

Ein Kompromiss: Das Ende aus Sicht der Regisseurin?

Die Schlagzeilen der letzten Monate lassen vermuten, dass das alternative Ende auf DVD vielleicht jenes ist, das einst einer der Streitpunkte zwischen Regisseurin Sam Taylor-Johnson und Autorin E.L. James war. Medien hatten bereits vor Monaten berichtet, dass gerade für die letzte Szene zwei unterschiedliche Vorstellungen existierten. Der „Hollywood Reporter“ hatte gemeldet, dass in der ursprünglichen Drehbuchfassung von Kelly Marcel Anas letztes Wort „Stop“ war. Mit der Aufpolierung änderte Patrick Marber dieses jedoch in „Rot“, das die beiden als Safeword benutzen. Eine kühlere und clevere Version von Anas Verschwinden. Doch mit der Idee zeigte sich E.L. James nicht einverstanden und setze sich am Ende gegen Taylor-Johnson durch. Sollte diese Variante auf der DVD zu sehen sein, ist auch fraglich, ob es die einzige Änderung ist. Möglichkeiten wären hier auch, mit Schnitt und anderen Bildern der gleichen Szene einen anderen Look zu verpassen. Der letzte Blick – von wem kommt er? Ist die Fahrstuhltür das letzte Bild? Aber natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass das Ende ganz anders gestaltet ist.

Im Apartment

Fan- und Autorenideen: Nicht ganz so ernst zu nehmende Varianten

Gerade in Fankreisen kursieren wilde Spekulation, welches Ende der erste Teil auf der DVD nehmen könnte. Hier scheint der Fantasie keine Grenze gesetzt zu sein, jedoch sollte nicht jede Idee erst genommen werden. So reichen die Vorschläge von kleinen Veränderungen an der Fahrstuhltür bis hin zum vollständigen Tausch der Schlussszenen.
In einem Artikel wird beispielsweise spekuliert, dass Christian beginnen würde, Ana anzuflehen, sie solle bitte bleiben. Doch die Autoren scheinen bevorzugt die Fiktion der Geschichte mit der Realität zu verbinden. Absurd wird es nämlich, als Christian (oder Jamie?) in dieser Vision Ana (oder Dakota?) zum Fernsehschauen seiner neuen Staffel „The Fall“ einlädt, um ihn einmal mit Bart zu erleben. In einer weiteren Idee tritt sogar Dakotas Mutter Melanie Griffith auf. Dakota befürchtet, sie könnte die Schlussszene des Films ruinieren. Doch Miss Griffith lockt mit besseren Filmszenen und so sagt Dakota Christian und dem „Red Room“ endgültig „Auf Wiedersehen“.

Realistischere Einfälle: Hier sind unsere drei Favoriten

Sollte das alternative Ende die Variante von Sam Taylor-Johnson sein, würden wir uns freuen, wenn es nicht nur um ein Wort als Unterschied ginge. Angesicht ihres Aussteigens bei den geplanten Dreharbeiten für „50 Shades of Grey – Gefährliche Liebe“ würde ihre vollständige Version ihres Endes ein gelungenes Abschiedsgeschenk sein. Wer das Buch liebt, wird auch das Ende des Films so nah wie möglich daran gestaltet wissen wollen. Wir für unseren Teil würden uns freuen, wenn die Szenen nach dem „Abschied“ ebenso gedreht wurden:

Ende Nummer 1 – Originalgetreu

Anas Fahrt nach Hause, die Tränen, während Taylor sie durch die Straßen chauffiert. Auch ihre Gedanken in ihrem Appartement sind uns wichtig. Ihr Weinen auf dem Bett! Vielleicht könnte das letzte Bild das Taschentuch in ihrer Hand sein, dass sie von Taylor im Wagen bekommen hatte. Eine Stickerei mit Christians Initialen könnten den Stoff zum Zünglein an der Waage machen. „CG“ würde sie erneut zum Nachdenken bringen. Und wenn in diesem Moment ihr Blackberry ertönt, auf dessen Display Christians Name erscheint, blendet der Film schwarz aus und die Buchstaben kündigen Teil 2 an: „Fortsetzung folgt“.

Ende Nummer 2 – José vs. Christian

Wir könnten uns auch gut vorstellen, dass das Ende von Teil eins überraschender ist und so gar nichts mit dem Buchende zu tun hat: Vielleicht steht Rosé überraschenderweise vor der Fahrstuhltür, nachdem Ana aus dem Luxusapartment regelrecht flieht? Ein guter Freund ist immer da, wenn man ihn braucht. Schließlich hat er von der Abschlussfeier noch etwas gut zu machen, als er Ana betrunken im Stich gelassen hatte. Ein neuer Eifersuchtskampf wäre vorprogrammiert.
José nimmt die verheulte Ana in den Arm und führt sie zum nächsten Taxi. Am liebsten würde er das Hochhaus erstürmen und Mister Grey eine gehörige Tracht Prügel verpassen. Doch noch einmal würde er Ana nicht im Stich lassen. Ähnliche Gefühle lodern auch in Christian auf, der vom Eingang aus beobachtet, wie Ana in das Auto steigt. Der Fotograf macht die Tür hinter ihr zu und Christians Hand ballt sich zu einer Faust. Er hatte Ana aufhalten wollen. Doch dieser Wunsch erlosch augenblicklich in ihm … To be continued

Ende Nummer 3 – Der SM Test

Eine andere Idee, die die komplette Geschichte verändern würde wäre diese: Christian hält die Tür des Fahrstuhls auf, bevor sie endgültig zu geht und gesteht Ana, dass die SM-Fantasien nur ein Test gewesen waren. Denn schließlich sei er der begehrteste Junggeselle aller Zeiten: erfolgreich, gut aussehend und reich. Ana schaut verwundert in seine Augen und beißt sich auf die Zunge. Christian machte dies schier verrückt.

„Bitte, geh nicht“, sagte er flehend.
„Warum?“ Ich fühlte regelrecht, wie ich innerlich immer schwächer wurde. „Warum solch ein Test?“
„Ganz einfach“, Christian ergriff meine Hand und führte mich wieder in das Appartement.
„Ich konnte mir bei meinem Ex-Freundinnen nie sicher sein, ob sie nur mein Geld oder mein Ruhm haben wollte. Deswegen der SM-Test.“
Das ergab Sinn, schoss es mir durch den Kopf.
„Und du hast alle bestanden.“
„Alle?“ Wie viel hatte er noch getan?
„Ja“, antwortete Christian mit einem Lächeln, dass mir tief ins Herz schoss und mich alle Schmerzen vergessen ließ. „Du hast die Geschenke stets versucht, abzulehnen. Du hast immer hinter meine Fassade schauen wollen. Und nun hast du sogar meine Fantasien verstehen wollen. Du meinst es ernst.“
„Ja“, hauchte ich mehr, als dass ich sprach. Meine Kehle war plötzlich ganz trocken. Ich meinte es sehr ernst mit ihm. Ich liebte ihn. Sollte ich doch bleiben?
Fortsetzung folgt!

Weitere Ideen? Wie sollte Teil eins eurer Meinung nach enden? Das Fanfiktion-Forum freut sich über eure Varianten.

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