Endlich: Der Film ist da – die ersten Kritiken und Reaktionen

Die Wartezeit hat ein Ende. Endlich. Es war ein riesiger Auflauf zur gestrigen Weltpremiere von „50 Shades of Grey“ auf der Berlinale. Das Medieninteresse war so groß, wie bei kaum einer anderer Premiere zuvor. Am Rande des roten Teppichs hat so mancher Fan übernachtet, um direkt in der ersten Reihe mit Rose und Buch bewaffnet auf die Stars des Films zu warten. Lautes Kreischen kündigte die Crew schließlich an, die zur ersten Aufführung des Movies schritten.Wie wir den Film finden, könnt ihr hier bereits lesen

Die ersten Reaktionen – Premiere und Interviewerkenntnisse

Das Gekreische war laut, die Rufe nach Jamie übertönten die nach Dakota. Alle wichtigen Beteiligten der Verfilmung waren gekommen. Autorin E. L. James trug ein golden verziertes Kleid, und scherzte mit den Reportern, dass es ihre erste Premiere sei, deswegen könne sie den Hype kaum vergleichen. Die wunderschöne Regisseurin Sam Taylor-Johnson trug ein langes beigefarbenes Kleid mit freiem Rücken. Nichts ließ die Erschöpfung erahnen, die sie in den letzten Tagen in vielen Interviews nach den Dreharbeiten immer wieder erwähnte. Jamie begrub im Interview die Hoffnung, dass sein derzeitiger Vollbart ihn vor dem Erkennen von Fans auf der Straße bewahren würde und Dakota Johnson brillierte mit einem tiefen V-Ausschnitt in ihrem langen hautengen schwarzen Kleid. Die Weltpremiere ließ auf sich warten, denn die Beteiligten nahmen sich ausgiebig Zeit, am roten Teppich ihren Fans Autogramm- und Fotowünsche zu erfüllen. Mit etwa einer halben Stunde Verspätung begann die erste Vorführung von „50 Shades of Grey“

Der ersten Stimmen zum Film: Von Begeisterung bis zur Enttäuschung

Und, wie ist der Film? Das ist die wohl meist gestellte Frage in diesen Tagen. Die ersten Reaktionen reichen von purer Begeisterung, über zurückhaltende Ernüchterung bis hin zur radikalen Enttäuschung. Die Fans sind bei allen Facetten dabei: Von „Das Geld hätte ich besser investieren können“, über „Ist okay“ bis hin zur „Der Film ist echt wahnsinnig gut gelungen, absolut perfekt“ reichen die ersten Meinungen. Und die Kritiker? Von Soft-Porno bis tränenreiches Beziehungsdrama, SM-Märchen und „kalt wie ein Fisch“. Das erotische Knistern sei in Zeiten von „Youporn“ viel zu harmlos, aber Witz und Charme in den Dialogen werten den Film mehr als auf. Manche Medien schreiben sogar: Der Film ist besser als das Buch.

Und wie ist er nun wirklich? Ja, auch an dieser Stelle soll nicht zu viel verraten werden. So viel: Die Schauspielerleistung ist überzeugend, Jamie zieht Dakota nur mit seinen Augen aus, Dakota ist oft splitterfasernackt zu sehen, kann hervorragend auf der Lippe kauen und schüchtern zu Boden schauen. Rund 20 Minuten Sex sind im Film zu finden, 15 Minuten davon haben mit Peitschen und Schmerz zu tun. Die drei Lieblingsszenen von Autorin E. L. James sind übrigens weit ab von Bett und Co. Sie mag besonders die beiden Flugszenen und die Episode in der Bar, in der die betrunkene Anastasia von ihrem Verehrer Christian „gerettet“ wird. Es ist eben nicht der Sadomaso, der bei „50 Shades of Grey“ im Vordergrund steht.