Fetische gibt es viele und seit Shades of Grey ist zumindest BDSM salonfähig. Heute berichten wir über einen Fetisch, der auch schon länger bekannt ist und für einige Frauen scheinbar eine echte Einnahmequelle darstellt, ohne dass sie dafür in einen direkten sexuellen Kontakt treten. Es geht um das Verkaufen von getragener Unterwäsche auf der Frauenseite und die Nutzung eben dieser für die Selbstbefriedigung bei Männern.

Meistens handelt es sich hier um eine Form des Geruchsfetischismus oder der Olfaktophilie, d.h. die Männer stehen auf den Geruch der getragenen Slips. Einige wollen dabei einen möglichst starken Geruch und auch sichtbare Spuren des Tragens ^^, andere möchten es eher dezenter. Auch die Art der Unterwäsche spielt eine Rolle. Manche wollen es möglichst verrucht und sexy, andere unschuldig und bieder. Das Wichtigste ist wohl die ehemalige Besitzerin des Objekts der Begierde und da hat wohl jeder Mann auch wieder seine Vorlieben. Seine Anfänge soll diese sexuelle Spielart in den USA haben, doch dann in Japan starken Anklang gefunden haben. Dort gab es wohl sogar Automaten, an denen man sich gebrauchte Unterwäsche kaufen konnte. Diese wurden mittlerweile aber verboten und nun verkaufen sie nur noch frische Damenunterwäsche 🙂

Wie bei den meisten Fetischen ist das für Außenstehende, also alle die diesen Fetisch nicht haben, schwer nachzuvollziehen. Doch auch wenn man eine Neigung nicht teilt oder sogar eklig findet, sollte man sie nicht verurteilen. Solange diejenigen niemandem damit schaden, ist doch alles okay. Wenn dann nach einem männlichen Besuch plötzlich das Lieblingshöschen fehlt, sieht die Sache natürlich anders aus… Hat schon jemand Erfahrungen in dieser Richtung gemacht?

Was erstaunlich ist, das Ganze scheint für manche Frauen ein richtiges Geschäft zu sein. So gibt es im Internet Marktplätze für getragene Unterwäsche wie Crazyslip.

Leicht verdientes Geld scheint das allemal zu sein. Doch wie fühlt man sich, wenn man weiß, dass sich gerade irgendein Fremder an deinem Slip vergeht? Für viele sicher der Horror, für andere vielleicht sogar ein Anturner. Könnt ihr euch vorstellen, eure getragene Unterwäsche zu verkaufen? Hat es vielleicht sogar schon mal jemand gemacht? Wie habt ihr euch dabei gefühlt?

Wir finden das Ganze etwas schwer einzuordnen. Man tritt zwar nicht in einen direkten sexuellen Kontakt mit dem Käufer, aber indirekt ist man eben an seiner Sexualität beteiligt. Und das für Geld. Ist das  schon eine Form der Prostitution? Wie sieht es dann mit Frauen aus, die sich vor der Kamera ausziehen? Oder Unterwäschemodels? Oder Dakota Johnson in Shades of Grey? Auch deren Bilder nutzen sicher etliche Männer zur Selbstbefriedigung.