Es gibt viele Dinge, die über 50 Shades of Grey weitreichend bekannt sind. Dem wahren Fan ist beispielsweise die Entstehungsgeschichte kein Geheimnis. Manch anderer weiß genau, in wie viele Sprachen die Bücher übersetzt wurden und wiederum ein andere kann alle Schauspieler aus dem ersten Teil beim Namen aufzählen. Doch es gibt auch Fakten, die weniger bekannt sind. Wusstest du beispielsweise, dass Shades of Grey nicht in allen Bibliotheken zu bekommen ist? Oder wer konnte ahnen, dass in so manchem Hotelzimmer die Trilogie statt der klassischen Bibel zu finden ist? Wir haben die interessantesten und kuriosesten Fakten einmal zusammengetragen, die noch nicht jeder wissen mag.

Verbannung aus Bücherei und Kino

Nicht überall ist Shades of Grey erfolgreich und gern gesehen. So haben mehrere Bibliotheken in den USA das Buch aus ihren Regalen verbannt – unter anderem in Georgia und Wisconsin. Auch eine Bücherei in Florida wollte das Buch nicht in seinem Sortiment haben. Doch der Vorwurf der Zensur brachte es hier zurück in die Büchereien.
Auch die Länder Malaysia und Indonesien hatten ein Problem mit der Story. Zwar war hier das Buch noch erhältlich, aber die Kinoversion wurde in den Vorführsälen gar nicht erst zugelassen. Begründung: zu heftige Sexszenen. Gerade in katholischen Ländern wie Polen, Argentinien und Italien trieb es die Menschen jedoch in Scharen in die Kinos.

Shades of Grey ersetzt die Bibel

Am englischen See Windermere ist man aufgeschlossener als die Amerikaner. Denn hier hat der Besitzer des Hotels „Damson Dene“ kurzerhand 50 Shades of Grey als Gute-Nacht-Lektüre in seinen Zimmern verteilt. Wo sonst traditionell die Bibel liegt, ist nun die Erotiktrilogie zu finden. Grund: Eigentümer Jonathan Denby findet es unpassend, in der weltlichen Gesellschaft ein religiöses Buch ins Schlafzimmer zu legen. Kurios ist dabei jedoch, dass er gar nicht so genau wusste, was er da seinen Hotelbesuchern zum Einschlafen hinlegt: Denn Denby hatte das Buch gar nicht wirklich gelesen. Er dachte lediglich, wenn es jeder gerade lese, kann es nur gastfreundlich sein. Nach Bekanntwerden dieser Bettlektüre hat es zahlreiche böse Emails gehagelt, vor allem Amerikaner forderten die Bibel zurück. Doch auch der Zorn des lokalen Pfarrers konnte an der frivolen Literatur auf den Hotelzimmern nichts ändern.

Recherche via Internet

Von den meisten Schriftstellern ist bekannt, dass sie ausführliche Recherchereisen unternehmen, um so authentisch wie möglich schreiben zu können. E. L. James hat jedoch andere Wege gefunden. So war sie selbst vor dem Schreiben der Bücher nie in Seattle oder Portland. Ihre Information war das Internet. Auf Google Street View schaute sich die Autorin die möglichen Orte der Handlung an. Die Recherche in der SM-Szene nahm sie ebenfalls nicht vor Ort vor. Das verwendete Wissen eignete sich James durch Fragen auf Twitter an.

Zahlen der Erotik

Es ist bekannt, dass die Verfilmung des ersten Teils rund 20 Minuten Sex beinhaltet. Aber wer weiß schon, wie oft Anastasia insgesamt errötet? 125 Mal. Sie beißt sich 35 mal auf die Lippen. Die beliebtesten Verben des Buches sind „stöhnen“, „hauchen“, „keuchen“, „seufzen“, „flüstern“ und klar „ficken“. In der amerikanischen Version ist der Sprachschatz ein wenig gedrosselt. Während im deutschen Buch die Wörter „Klitoris“ und „Vagina“ fallen, heißt es in Amerika oft nur „ da unten“ oder die Rede ist allgemein von Sex.
Laut Universal ist jeder dritte Zuschauer des Films ein Mann und 87 Prozent der Männer, die die Kinoversion gesehen haben, behaupten nun, ein besseres Sexleben zu haben – sie kommunizieren mit der Partnerin.

Veränderungen und Forderungen

Im Film sieht sie der Anastasia aus dem Buch hervorragend ähnlich. Doch Dakota Johnson lief vor den Dreharbeiten nicht wie eine Kopie der Dame aus den Büchern durch die Welt. Denn Dakota ist von Natur aus nicht braunhaarig. Für die Dreharbeiten ließ sie sich extra die Haare färben und sogar einen Pony schneiden. Denn eigentlich ist die Schauspielerin blond.
Der Baumarkt „B&Q“ in England hatte rund um den Erfolg ebenfalls eine weitreichende Personalanweisung. Er forderte seine Mitarbeiter auf, „50 Shades of Grey“ zu lesen, um Fragen nach Kabelbinder und Co passend beantworten zu können. 20.000 Bücher wurden an die Angestellten ausgeteilt. Kurios, die Engländer, oder?