Darüber habt ihr auch schon nachgedacht, oder? Klar. Nichts ist schöner, als nach FSoG das Kopfkino anzukurbeln – schließlich müssen wir auf Teil 2 noch ewig warten – und darüber zu grübeln, was wäre wenn … ich einen eigenen Grey hätte? Mit dem richtigen Grey fängt schließlich alles an. Sonst kann Shades-Feeling gar nicht funktionieren.

Passender Grey + coole Location

Ich spare mir jetzt mal Kommentare wie ‚Woher nehmen, wenn nicht stehlen?‘ oder Ähnliches. Wir sind uns darüber einig: Den ultimativen Grey zu finden, ist eine echte Herausforderung. Denn wie wir inzwischen wissen, sieht man dem Bad Boy seine dunkle Aura nicht immer und sofort an. Es braucht folglich ein gutes Händchen und einen kühlen Kopf, um Mr. Hot and sexy aufzustöbern.
Aber wenn wir ihn haben, was dann als nächstes? Die Location auswählen. Genau. Mindestens ein nobles Hotel. Besser noch das Penthouse in einem noblen Hotel. Oder – wir geben uns schließlich auch mit weniger zufrieden – ein Loft im angesagtesten Viertel der Stadt. So mit Blick bis zum Horizont und gläsernen Wänden, die man auch ganz schnell mal zweckentfremdet … Okay, ich schweife ab 😉 Der Ort des Geschehens will auf jeden Fall ebenso gut gewählt sein wie der passende Mann dazu.

Spielzeug – ja oder nein?

Und wie dann weiter? Jetzt wird’s schon schwieriger, denk ich. Wir müssen uns nämlich entscheiden, was wir mit unserem Grey in der Wahnsinnslocation so treiben möchten. Sitzen und Händchenhalten ist ja wohl zu banal. Und einfach so übereinander herfallen, trifft das Thema nicht. Das können wir mit jedem haben. Also? Welche Form von Spiel darf’s denn sein?
Wenn ich darüber nachdenke, werde ich fast ratlos. Ich hab nämlich so gar keine Ahnung, was mir Spaß machen könnte. Ein bisschen fesseln vielleicht? Eine Augenbinde? Oder soll er mich gleich mal mit dem Flogger quälen? Gürtel fällt, glaub ich, aus. Das wäre nicht nur Ana too much, sondern auch mir …

Ihr merkt, wir nähern uns dem Eingemachten. Shades-Feeling zu erzeugen, scheint gar nicht so einfach zu sein. Denn BDSM hat wahnsinnig viele Facetten. Weit mehr als fifty 😉 Die Pfauenfeder, mit der Christian Ana streichelt, ist ja vielleicht ganz nett. Aber in seinem Red Room of Pain lauern deutlich handfestere Spielzeuge. Allerdings – braucht es das, um ein Machtgefälle zu erzeugen? Um klarzustellen, wer sich wem unterwirft? Und – berechtigte Frage: Will ich das überhaupt?

Alles nur ein Traum

Merkt ihr, dass es durchaus einen Zwiespalt zwischen Kopfkino und Realität geben kann? Was uns beim Lesen oder auf der Leinwand gefällt, muss vielleicht gar nicht real werden. Das sagen übrigens auch Umfragen. Sie behaupten, Frauen hätten zwar BDSM-Fantasien, würden diese aber gar nicht ausleben wollen. Möglicherweise reichen uns also die Impulse, die von einer solchen Geschichte ausgehen? Durchaus denkbar, wenn wir im Grunde unseres Herzens gar nicht wirklich auf Schmerz und Qualen stehen. Doch ist BDSM immer mit Schmerz verbunden?

Ich habe viel darüber nachgedacht und gerade einen Roman geschrieben, in dem das ganz anders läuft. Lisa, die Hauptfigur, hat FSoG gesehen und will nun genau das. Shades-Feeling. Bei einer Agentur bucht sie einen entsprechenden Kurzurlaub. Um schließlich festzustellen, dass die Welt bizarrer Lüste ganz anders aussieht, als sie bisher dachte.

THE GREY DAYS – TANGOFIEBER

Und – wie steht’s nun mit euch? Wollt ihr Shades-Feeling? Und wenn ja, wie muss es aussehen oder sich anfühlen? Wenn ihr mögt, lasst eurer Fantasie unter diesem Beitrag freien Lauf.

Eure Nora Amelie