In Hollywood ist die Zeit der Preisverleihungen angebrochen. Nach den „Golden Globes“ am vergangenen Wochenende ist jedes Jahr vor den Oscars. Und Ja! Wir sind nominiert. Der erste Teil von Regisseurin Sam Taylor-Johnson hat es auf die Liste der Nominierungen geschafft. Ebenso ist unser Lieblingsfilm aber auch unter den Anwärtern des sogenannten Anti-Oscars zu finden. Die Goldene Himbeere kann der erste Teil der Shades-Trilogie sogar mehrfach gewinnen.

Oscar: Auch Film Teil Eins ist bei den Nominierungen

Jawohl: Unser Lieblingsfilm ist für den Oscar nominiert. Das steht seit Donnerstag fest. Zu unserem Leidwesen ist jedoch weder ein Schauspieler noch der Film oder die Regie für den Preis aller Preise in Hollywood nominiert. Auf diese Liste hat es der Soundtrack geschafft. Dabei ist nicht die Rede von Ellie Gouldings erfolgreichen Song „Love me like you do“. Nominiert ist stattdessen „The Weeknd“ (dahinter verbirgt sich der 25-jährige Abel Tesfaye) mit „Earned it“. Der Song traf offenbar den Geschmack der Akademie, die ihn nun im Rennen um den Oscar antreten lässt. Seine Gegner: „Writing’s on the Wall“ von Sam Smith aus „James Bond 007: Spectre“, Lady Gagas „Til It Happens To You“ aus „The Hunting Ground“, Manta Ray“ aus „Racing Extinction“ von Joshua Ralph und „Simple Song #3“ aus „Ewige Jugend“ von David Lang.
Auch wenn die Schauspieler selbst hier leer ausgingen – ein Trost gibt es dennoch. Denn indirekt kann sich auch Dakota Johnson dadurch geehrt fühlen. Ihr Bondage-Auftritt im Video zum Song „Earned it“ ist spektakulär. Die Oscars werden am 28. Februar verliehen.

Sechs mal goldene Himbeere? Hollywood sieht unseren Lieblingsfilm bei den Verlierern

Eine zweifelhafte Ehre bekommt der Film jedoch von anderer Seite. Die Golden Raspberry Award Foundation hat 50 Shades of Grey gleich sechsmal für die „Goldene Himbeere“ nominiert. Ernsthaft? In sechs Kategorien soll der Film das Schlechteste des vergangenen Jahres geboten haben? Das steckt hinter diesem sogenannten Anti-Oscar, der kurz vor der großen Gala in Hollywood vergeben wird. Der Foundation gehören etwa 750 Filmkritiker und Filmschaffende aus mehr als zwölf Ländern an.
Nominiert ist die Verfilmung des ersten Teils bei den sogenannten „Razzies 2016“ in den Kategorien schlechtester Film, schlechtester Regisseur, schlechtestes Drehbuch, schlechteste Leinwand-Combo sowie bei beiden Hauptdarstellern. Doch diese Ehre teilen die Darsteller mit namhaften anderen Hollywoodgrößen: Jamie Dornan tritt im Rennen um die fragwürdige Auszeichnung gegen Adam Sandler, Johnny Depp, Kevin Hames und Channing Tatum an. Dakota Johnson konkurriert mit Katherine Heigl, Jennifer Lopez, Mila Kunis und Gwyneth Paltrow.

Ach was soll’s – wir nehmen es mit Humor. Denn der Gewinn der „Goldenen Himbeere“ muss nichts Schlechtes sein, wie ein grandioser Auftritt von Schauspielerin Sandra Bullock im Jahr 2010 bewies. Die Ikone aus Hollywood ließ es sich damals nicht nehmen, diese Auszeichnung selbst entgegen zu nehmen und mit feixenden Kommentaren ihren Film zu verteidigen. Wer weiß: Vielleicht könnten Dakota, Jamie oder E. L. James das toppen? Und auch die Rückgabe des Preises nach einigen Jahren ist möglich!