Traditionell ist das letzte Wochenende im Februar von Preisverleihungen geprägt: Der Oscar und zahlreiche Gala-Veranstaltungen lockten nach Hollywood. Unsere Lieblingsgeschichte „50 Shades“ ist dabei nicht leer ausgegangen. Jedoch sind die verliehenen Preise nicht unbedingt jedermanns Liebling. Ungeachtet dessen laufen die Dreharbeiten zu „50 Shades Darker“ und „50 Shades Freed“ weiter. Auch hier gibt es Neuigkeiten.

Leer beim Oscar und Preise bei der goldenen Himbeere

Während die eine Nominierung für den besten Filmsong bei dem Preis der Preise – den Oscars – nicht an „50 Shades of Grey“ ging, räumte unser Lieblingsfilm bei einer anderen Preisverleihung ab. Gleich fünfmal gab es die „Goldene Himbeere“. Doch wir sollten uns darüber nicht so deutlich freuen, denn dieser „Razzie-Award“ (Kurzform für „Raspberry Award“) wird auch als Anti-Oscar bezeichnet. Die Spotttrophäe ging an Jamie Dornan als schlechtesten Schauspieler, an Dakota Johnson als schlechteste Schauspielerin sowie an den Streifen allgemein für die schlechteste Darsteller-Kombination, das schlechtestes Drehbuch und auch insgesamt für den schlechtesten Film. Letztere Kategorie muss sich „50 Shades of Grey“ jedoch mit dem Superheldenfilm „Fantastic Four“ von Josh Trank teilen. Offenbar mag die Hollywoodbranche weder Liebesgeschichten noch Heldeneposse?

Im Ernst, woran kann es liegen, dass unser so langersehnter Film, dessen Fortsetzung gerade gedreht wird, so schlecht von Kritikern bewertet wird? Sind diese Schmäh-Auszeichnungen verdient? Die Kritik am Film war an vielen Punkten nach der Premiere groß. Zu wenig Sex, zu hohe Erwartungen, zu flache Dialoge … viele Ecken und Kanten störten die Kritiker. Dass diese Anregungen aufgenommen wurden und für Teil zwei und drei verbessert werden sollen, zeigt allein der Umstand, dass die Produzenten sich ein Jahr mehr Zeit für die weiteren Verfilmungen nahmen. Das Drehbuch wurde in andere Hand gegeben, der Regisseur gewechselt. Neben Dakota Johnson und Jamie Dornan waren auch andere Größen Hollywoods für den Spottpreis nominiert: Adam Sandler und Johnny Depp sind seit Jahren mehr als erfolgreich. Ist der Preis denn dann wirklich aussagekräftig über Leistungen?
Begründungen werden nirgends genannt. Lediglich melden die Medien, dass dieser Preis als Anti-Oscar zur glanzvollen Gala in Kontrast stehen will. Mit welchem Kritikpunkt die Preisträger bedacht werden – davon ist meist nicht die Rede. Kann das der Grund sein, warum die meisten Gewinner der „Goldenen Himbeere“ dieser Verleihung fern bleiben? Denn die berühmte Fahrstuhlszene aus Teil 1 hat es zumindest in die Opening-Montage des Oscars geschafft.

Wir meinen, dass eine kritisierende Veranstaltung auch in Hollywood seine Berechtigung hat. Denn nur durch Kritik können sich Autoren, Schauspieler und Regisseure weiterentwickeln. Jedoch hilft es nur, wenn diese auch konstruktiv ist. Bei der „Goldenen Himbeere“ liegt ohne Begründung doch der Verdacht sehr nahe, dass nur auf verschiedene Größen der Branche wahllos „gebascht“ werden soll. Denn nicht selten erwischt es auch Oscar-Preisträger, die gleichzeitig als „schlecht“ prämiert werden. Sinnvoll hingegen ist der „Razzies Redeemer Award“, der sogenannte „Erlöserpreis“, der alte Schmach wieder gut machen kann. Dieses Jahr ging er an Sylvester Stallone. Und wer weiß, vielleicht müssen die Preisverleiher nach „Fifty Shades Darker“ und „Fifty Shades Freeds“ auch bei unseren Lieblingsdarstellern Wiedergutmachung leisten?

Neues von den Dreharbeiten: Entlarven Fans geheimen Drehort?

Ungestört dessen laufen die Filmaufnahmen zu Teil zwei und drei auf Hochtouren. Auf dem Laufenden bleiben Fans auf dem Portal „YVRSHOOTS“ auf Twitter, bei dem jedes Seattle-Banner als große Errungenschaft gefeiert wird. Hier schauen Fans aus Vancouver ganz genau den Dreharbeiten über die Schulter. Unter anderem gab es auch gleich das Verlagshaus zu sehen, in dem Anastasia offenbar ihren neuen Job im zweiten Teil absolvieren wird – praktische Anreiseinformationen inklusive. Sind die Szenen im Verlagshaus abgedreht, soll die Crew angeblich in der zweiten Märzwoche eine Straße weiter ziehen: Ins Apartment von Ana und Kate, in dem es diesmal nicht nur heiß her gehen wird, sondern dank Leila Williams auch spannend und gefährlich sein soll.
Dann bleibt uns nur zu hoffen, dass die Dreharbeiten nicht durch zu viele Groupies gefährlich gestört werden. Aber dennoch: Jeder Schnappschuss ist so schön! So heißt es Daumen drücken, dass uns E. L.James ebenso mit weiteren Fotos versorgt. Umso erfreulicher ist, dass nun auch erste Schnappschüsse von Jamie Dornan am Set auftauchen – natürlich standesgemäß im grauen Anzug.

Weitere Neubesetzung: Brant Daugherty spielt Luke Sawyer

Der Cast ist fast komplett. Nachdem nun in den vergangenen Wochen zahlreiche Rollenbesetzungen bekannt wurde, ist nun auch Bodygard Luke Sawyer für Teil drei mit einem Gesicht versorgt. Brant Daugherty wird den Beschützer an der Seite von Christian Grey spielen. Der 30-Jährige ist vor allem als Serienstar bekannt und bei Fans von „Pretty Little Liars“ beliebt, denn in dieser Serie spielte er drei Jahre lang in 22 Folgen mit. Weitere Serien waren „Private“, „Zeit der Sehnsucht“ und „Amy Wives“. Auch bei „Dacing with the Stars“ trat Daugherty an. Filmische Erfahrungen hat er durch die Mitwirkung bei „Suspension“ und „Die Pute von Panem“. Die Rolle bei „50 Shades of Grey“ wird somit eine der größten der bisherigen Karriere des Amerikaners sein. Daugherty gab seine Rolle selbst über Instagram bekannt:„Es ist offiziell! Ich werde zum Cast von #FiftyShadesFreed als Luke Sawyer stoßen. Ich kann es kaum erwarten euch alle zu sehen und was vor uns liegt.“ Wir auch nicht.
Ein weiterer Neuzugang ist Tyler Hoechlin, der den Arbeitskollegen Boyce Fox spielt. Auch in der Umgebung von Anastasia wird also nicht mit Attraktivität gespart. Denn Hoechlin ist vor allem aus „TeenWolf“ bekannt, seinen Durchbruch hatte der mit der TV-Serie „Eine himmlische Familie.“ Herzlichen willkommen in der „50 Shades of Grey“-Familie.